
Ein grauer Nebel hängt über der Leine, und auf dem Flohmarkt riecht es nach nassem Holz. Kerstin ist eine Händlerin mit einem Wagen voller Möbel. Britta braucht einen Tisch, ein Bett und hat zweihundert Euro.
Sie geht dreimal am Holztisch vorbei und streicht über die glatte Platte. Auf dem Schild stehen achtzig Euro, und für Britta ist das zu teuer. “Nehmen Sie ihn ruhig, der ist massiv und hält noch zwanzig gute Jahre”, sagt Kerstin.
“Achtzig sind mein letztes Wort, aber die zwei Klappstühle lege ich dazu”, meint Kerstin. Britta will unbedingt handeln, doch die Frage bleibt ihr im Hals stecken. Sie zahlt mit vier Geldscheinen und schiebt den Tisch nach Hause.
Erst in der Küche merkt sie, dass ein Bein deutlich kürzer ist. Der Tisch wackelt, und sie legt ein Stück Pappe darunter. “Achtzig Euro für einen Tisch mit drei guten Beinen, und ich habe nicht einmal gefragt”, schimpft sie in die leere Küche.
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