Auf der Glienicker Brücke pfeift der Aprilwind so, als wollte er die Trennung zwischen Berlin und Potsdam noch einmal nachzeichnen, fünfunddreißig Jahre nach ihrem Ende.
Karl und Heike sind kurz vor der Mitte stehen geblieben. Wie immer. Auf jener weißen Linie, die früher Grenze war und heute eine Touristenattraktion mit Foto-Smartphone-Stativ. Sie haben den ritualisierten Halt nie kommentiert.
"Das Museum hat wieder neu konzeptioniert", sagt Heike, "ich finde, sie schreiben unsere Erfahrung zu glatt zusammen."