
Malte sitzt auf demselben Klappstuhl wie im Oktober, und die KĂŒche riecht nach Kaffee. âEin Einstand ist hier keine Idee, sondern eine Pflichtâ, erklĂ€rt er ihr. Britta schreibt die Einladung mit dem Kugelschreiber neben seinem Becher.
Sie kennt die Leute hinter den meisten TĂŒren noch gar nicht. Deshalb steht oben nur: âSamstag, neunzehn Uhr, zweiter Stock, jeder ist herzlich willkommen.â Der Aushang hĂ€ngt seit Donnerstag unten neben dem Fahrstuhl.
Zwei Tage lang sitzt sie abends auf der Bank vor dem Haus und wartet. Der Zweifel sitzt ihr im Magen und wird jede Stunde gröĂer. Im Treppenlicht liest sie den eigenen Spruch noch dreimal durch.
âUnd wenn niemand kommt, stehe ich mutig da mit vierzig Schnittchenâ, ruft sie laut. âDu hast fĂŒr mich Kartons geschleppt, jetzt klingelt hier jemand fĂŒr dichâ, antwortet Malte. Am Freitagabend hĂ€ngen drei kleine Zettel unter ihrem Aushang, und Britta hofft wieder.
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