
Der Pausenraum ist klein und warm, und draußen regnet es. Miriam bringt zwei Becher Tee und setzt sich neben Julia ans Fenster. Der Tee riecht nach Pfefferminze. “Willst du reden?”, fragt sie.
Julia sagt zuerst nichts. Dann kommen die Tränen, und Julia kann sie nicht stoppen. Julia fühlt sich schwach. Miriam ist nett und geduldig. Sie gibt ihr ein Taschentuch. “Ganz ruhig, ich bin da”, sagt sie.
“Ich habe Heimweh”, sagt Julia endlich. Sie hat hier neue Freunde, aber die Stadt ist noch fremd. Abends ist sie oft einsam, und dieses Gefühl ist schrecklich.